300 Euro für eine Stunde – geht’s noch?

Wer glaubt, wir Dominas uns eine goldene Nase verdienen, glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Der Aufwand für eine Session ist hoch. Sowohl finanziell als auch zeitlich. Damit Du verstehst, was 300 Euro in der Stunde am Ende bedeuten, möchte ich das für Dich Schritt für Schritt aufspalten. Und wohlgemerkt: Ich verrechne nur die reine Spielzeit.

Das ist verdammt viel Geld für ein bisschen Prostitution!

Ich bezahle Steuern und Sozialversicherung. Ich bin Einzelunternehmerin und überschreite sämtliche steuerlichen Grenzen, die so ein Einkommen attraktiv machen könnten. Das heißt beispielsweise, dass ich nicht nur Einkommens- sondern auch Umsatzsteuer zahle. Würde ich unter diesen Grenzen bleiben, könnte ich von meinen Einnahmen nicht leben.

Aber Du machst mehr Umsatz – Du kannst pro Woche doch viel mehr Termine machen!

Nein, kann ich nicht. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die Terminwünsche der Gäste oft nicht möglich sind. Es geht eben nur einer auf einmal und maximal drei am Tag. Mehr schaffe ich nicht, weder emotional noch körperlich, da meine Tätigkeit extrem fordernd ist.

Ich möchte meinen Gästen eine frische, starke und präsente Domina sein. Das geht nicht 12 Stunden am Stück.

Oft brauche ich auch dazwischen einen oder mehrere Tage, um runter zu kommen und das Erlebte abzuschütteln.

Ich gehe mit mir selbst achtsam um, damit ich das mit Dir auch kann.

Andere Dominas verlangen aber nur 250 Euro

Ja, das ist korrekt und ein berechtigter Einwand. 250 Euro scheint der marktübliche Preis zu sein. Allerdings verlangen manche auch für die zweite Stunde 250 Euro, ich aber nur 200. Somit wären wir also wieder beim Gleichen. Ich trage mit dieser Preisgestaltung dem hohen Einmalaufwand Rechnung, der für eine Session notwendig ist.

Ich gestalte meine Preise so, wie sich meine Kostenstruktur bei mehr gebuchten Stunden entwickelt. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.

Außerdem – was nichts kostet, ist nichts wert. Und das möchte ich von dieser Dienstleistung niemals behaupten. Hier auch ein kleiner Appell an meine Berufskolleginnen: Mädels, Ihr seid zu billig für das, was Ihr alles bietet!

Es braucht verdammt viel Zeit

Eine Stunde Spaß für Dich bedeutet im Schnitt drei Stunden Arbeit für mich. Eine Session beginnt mit der ersten Kontaktaufnahme. Ich rede mit Dir am Telefon, gerne auch ausführlicher, wenn Du das brauchst und viele Fragen hast.

Mir ist es wichtig, dass Du das Gefühl hast, bei mir gut aufgehoben zu sein.

Mit besonders sympathischen Anwärtern plaudere ich auch gerne mal länger über Gott und die Welt (und BDSM).

Vor der Session muss ich mich herrichten – schminken, anziehen, Materialien bereitlegen, den Raum vorbereiten und mir einen groben Plan für die Session ausdenken (ok, oft kommt es anders…). Dann mache ich ein ausführliches Vorgespräch und Du gehst Dich frisch machen. Die Session dauert dann eine Stunde. Danach kannst Du nochmal duschen und wir plaudern noch ein bisschen.

Ich verbringe also – je nach Ausgangslage – mit dem ersten telefonischen Kontakt eine Stunde für Vorbereitungen, zwei Stunden mit Dir und hinterher noch eine halbe Stunde um aufzuräumen und alles zu reinigen (inklusive mich selber). Nach Adam Riese sind das dreieinhalb Stunden.

Wenn ich schnell bin, sind es nur drei. Ich nehme an, Du verfügst über die notwendigen mathematischen Kenntnisse, um 300 durch drei zu teilen. Fast jeder Klempner in meiner Umgebung verlangt 120 Euro in der Stunde, ohne Material. Das sollte zu denken geben.

Es braucht ziemlich viel Zeugs

Ich gebe pro Monat mehrere hundert Euro für Bekleidung, Körperpflege, und Materialien aus. Das ist aber nur der laufende Betrieb. Die Anfangsinvestitionen, bis die Basics mal da sind, belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Die anderen Kosten wie Raummiete, Werbung, Steuerberater, Auto, Parkgebühren, etc. sind noch nicht berücksichtigt. Ja, ich verlange ich für Haus- und Hotelbesuche den gleichen Betrag und kann das auch gerne begründen – das Risiko ist größer, ich brauche mehr eigenes Material und ich muss mich „decken“ lassen.

Ich muss mich weiterbilden, damit ich immer neue Techniken anwenden kann und regelmäßig meine Erste Hilfe Kenntnisse auffrischen. Einmal im Monat begebe ich mich in Supervision, damit ich nicht langsam meine eigene Substanz zu Markte trage. Diese Zeit zahlt mir niemand. Ich muss Dinge ersetzen und neu anschaffen und brauche viel Verbrauchsmaterial, um höchste hygienische Standards zu erfüllen. Und ich muss alle zwei bis drei Wochen einen halben bis einen ganzen Tag im Kosmetiksalon einschieben. Schließlich möchtest du zarte Füße küssen und keine Hornhautstelzen.

So sieht es aus.

300 Euro pro Stunde ist eine Menge Geld, aber reich werde ich damit nicht. Wenn ich einen ordentlichen Job mache und gut auf mich aufpasse, kann ich aber solide verdienen, jede Menge Spaß haben und Dein und mein Leben etwas entspannter und besser machen. Und das ist der Grund, weshalb ich das alles tue.