Als Domina habe ich zwar weniger Risiken was Krankheiten und körperliche Übergriffe anbelangt als „klassische“ Prostituierte, trotzdem bin ich aber immer wieder heiklen Situationen ausgesetzt. Gesundheitliche Risiken physischer und psychischer Natur füllen einen eigenen Beitrag, ich werde sie ein anderes Mal behandeln.

Das Risiko körperlicher Übergriffe ist bei uns Dominas ziemlich gering. Viel eher kämpfen wir mit Stalkern. Und das kann wahnsinnig unangenehm sein. Die meisten von uns führen abseits der dunklen Kerker ein ganz normales, oft sogar spießiges Leben (Hier! Ich!).

Es wäre also wahnsinnig störend, wenn plötzlich ein Halbnackter mit Halsband vor meiner privaten Türe knien würde.

Sei Dir sicher; ich bin in dem Moment sicher NICHT in Stimmung für eine Session und ich werde mich auch bestimmt nicht unsterblich in Dich verlieben und Dich den Rest meiner Tage unter meine strengen Fittiche nehmen. Auch ein Telefon, das ununterbrochen klingelt, nervt spätestens am dritten Tag so sehr, dass ich mir erlaube, sehr deutlich meine Meinung zu sagen und mich zu wehren. Du rufst Deinen Arzt ja auch nicht zehn Mal am Tag an, weil Du einmal wegen einer Grippe bei ihm warst.

Austausch mit Kolleginnen

Wenn eine Kollegin einen Verdacht äußert, werden Telefonnummern abgeglichen und gegebenenfalls boykottiert. Ja, das verstößt möglicherweise gegen den Datenschutz, wenn Du uns deinen richtigen und vollen Namen genannt hast. Hast Du aber sicher nicht und ist weniger peinlich, als wenn ich sofort rechtliche Schritte einleite.

Keine Gespräche von unterdrückten Nummern

Ich nehme keine Gespräche von unterdrückten Nummern entgegen. Erstens zeigt die Erfahrung, dass selten etwas dabei rauskommt und zweitens erwarte ich von Dir den gleichen Vertrauensvorschuss, denn ich Dir gebe, indem ich mich im WWW mit meinen Kontaktdaten präsentiere.

Bauchgefühl

Good old intuition? Wenn ich ein schlechtes Bauchgefühl habe, werde ich Dich als Gast ablehnen, dafür brauche ich keinen Grund. Das kann damit zu tun haben, dass Du respektlos bist, Praktiken haben möchtest, die ich aus rechtlichen oder persönlichen Gründen ablehne oder einfach damit, dass Du mir – Bauchgefühl – unsympathisch bist.

Bauchgefühl funktioniert nicht 100% zuverlässig, aber ich habe ziemlich feine Antennen dafür entwickelt, was gut für mich ist und was nicht.

Das Bauchgefühl ist übrigens nicht nur aus Sicherheitsgründen wichtig, es hilft mir auch, meine Mitspieler mit Bedacht zu wählen und so sicherzustellen, dass wir beide eine gute Zeit miteinander haben.

Keine Drogen und Alkohol nur in Maßen

Ich trinke gerne ein Gläschen mit Dir, wenn die Atmosphäre passt. Du wirst mich aber niemals ernsthaft alkoholisiert oder sonst irgendwie zugedröhnt erleben. Meine Urteils- und Reaktionsfähigkeit ist nüchtern nun mal am Besten und Du sollst ja nicht die Oberhand gewinnen.

Drogen toleriere ich überhaupt nicht in meiner Gegenwart. Was Du in deiner Freizeit diesbezüglich treibst, ist Deine Sache, wenn ich jedoch merke, dass Dein Zustand „drüber“ ist, wird es keine Session geben, egal, ob ich Dich für gefährlich halte oder nicht.

Sicherheit im Studio

Im Studio gibt es Alarmsysteme und meistens arbeiten andere Kolleginnen gleichzeitig in anderen Räumen. Das Studio ist für mich einer der sichersten „Austragungsorte“ für meine Dienstleistung. Wenn ich mir bei Dir nicht sicher bin, werde ich nur im Studio mit Dir arbeiten. Sollte sich dieses Unsicherheitsgefühl nach der ersten Session nicht legen, gibt es keine weitere.

Sicherheit bei Haus- und Hotelbesuchen

Um meine Sicherheit bei Haus- und Hotelbesuchen zu erhöhen, befolge ich ein paar Sicherheitsregeln. Dazu gehört, keine Getränke zu trinken, die unbeaufsichtigt waren oder nicht in meiner Anwesenheit geöffnet wurden und die Absicherung durch eine zweite Person meines Vertrauens. Diese Person weiß, wo ich wann bin und wird die Polizei informieren, wenn ich mich nicht innerhalb einer vereinbarten Frist zurückmelde. Diese Person kennt auch Deine Telefonnummer und den Namen, den Du mir genannt hast. Keine Sorge – Deine Daten sind in Sicherheit, so lange ich es bin.

Die Vor- und Nachteile des professionellen BDSM

Professionelle Erotikdienstleistungen haben ihre Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du zahlst für eine Dienstleistung und bekommst sie, ohne, dass Du Dich am nächsten Tag mit zehntausend Nachrichten oder einem Anspruch auf Deine Person herumschlagen musst. Du bekommst die Dienstleistung dann, wenn Du sie beanspruchen möchtest und so ausgiebig, wie Du es brauchst. Zudem kannst Du Dir halbwegs sicher sein, dass Deine Handlungen geheim bleiben und nicht am nächsten Tag das halbe Dorf darüber spricht. Prostituierte haben zudem (meistens) keine Kopfschmerzen.

Wünsche, die Du äußerst, werden in den meisten Fällen erfüllt werden können

Ohne Rumgezicke und lange Rederei. Du kaufst, ich liefere. Das klingt sehr nüchtern, ich weiß. Wie gerne würde ich Dir etwas darüber erzählen, in welche Abgründe ich Dich führen werde und welche Dinge Du bei mir erleben wirst. Das ist aber so gar nicht meins. Lassen wir einfach unsere Begegnung wirken und sehen, was alles möglich ist.

Die Nachteile sind jedoch auch offensichtlich; im BDSM Bereich ist die menschliche Beziehung meiner Meinung nach der Ausgangspunkt von allem. Ist sie tragfähig, kann und darf ganz vieles passieren. Es gibt immer Risiken. Dinge gehen technisch oder emotional ins Auge oder Du hast Dich in Deinen Wünschen übernommen. Und genau das ist die Herausforderung dabei. Ich kenne Dich kaum, wenn wir das erste Mal miteinander spielen. Auch ich brauche Zeit, um mich an Dich zu gewöhnen. Und auch ich als professionelle Domina habe Grenzen, die durch Geld nicht verschoben werden können.

Ich unterstelle, dass das alles viel intimer ist, als ein bloßer Sexualakt wie wir ihn aus der Erfüllung ehelicher Pflichten kennen.

Es ist ein Spiel mit Grenzen. Und dazu muss man jemanden eben nach und nach kennen lernen. Vielen fehlt der finanzielle Atem, um so eine Beziehung im professionellen Kontext wachsen zu lassen. Das ist nachvollziehbar, macht „mind-blowing“ Erlebnisse aber zu einer Herausforderung (ich sage nicht „unmöglich“). Mind-blowing ist natürlich das Ziel. Es darf aber die legitime Frage gestellt werden, ob das Versprechen, das immer sofort in einer Stunde zu schaffen, nicht an Quacksalbertum grenzt.

Psychologische Aspekte

Die Kunst ist es also, schnell eine tragfähige Beziehung aufzubauen und ein gutes Gespür für Menschen zu haben. Ich denke, dass das eine der wichtigsten Kompetenzen eines dominanten Parts in solchen Spielen ist. Empathie und Reflektionsfähigkeit sind ebenfalls nützlich. Trotzdem bleibt die professionelle Dienstleistung eben eine Dienstleistung. Und eine Stunde eine Stunde. Mit allen Vor- und Nachteilen. Im besten Fall – und das ist, was ich immer anstrebe – entsteht zwischen uns eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung, so dass wir gemeinsam immer weiter unsere Grenzen erweitern können.

Technische Grenzen

Ich tue nichts, von dem ich das Gefühl habe, es nicht genügend zu beherrschen – Deine Sicherheit ist ein zentrales Anliegen für mich.

Es ist fahrlässig, Dinge zu tun, deren Auswirkungen man nicht beurteilen kann

Immer wieder sehe ich (unerwünschte) Narben oder Verletzungen von Praktiken, deren Durchführung mangelhaft war. Und wir alle kennen die Geschichte von der Domina, in deren Obhut vor ein paar Jahren jemand ums Leben gekommen ist. Es kommt überhaupt nicht in Frage, dass Du bei mir unerwünschte Spuren davon trägst. Gestorben wird auch nicht, ich sag’s gleich. Genauso wie ich erwarte, dass Du Deine (vorläufigen) Grenzen halbwegs kennst, kenne ich meine.

Ich bin zu vielem bereit und entwickle mich mit den Wünschen meiner Gäste Schritt für Schritt weiter. Ich recherchiere solide, pflege regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und besuche Workshops. Trotzdem begegnen mir immer wieder Wünsche, deren Umsetzung ich nicht sofort anbieten kann. Ich werde aber immer darüber nachdenken und mich dafür engagieren, Deine Fantasie wahr werden zu lassen.

Generell denke ich, dass es nicht immer um bestimmte Praktiken geht. Es ist oft mehr das WIE und mit WEM als das WAS. Alle diese Praktiken sind Vehikel, um einen erwünschten Gefühlszustand hervorzurufen. Das Mittel, das wir dazu verwenden, sollte für alle Mitspieler sicher sein. Amen.

300 Euro für eine Stunde – geht’s noch?

Wer glaubt, wir Dominas uns eine goldene Nase verdienen, glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Der Aufwand für eine Session ist hoch. Sowohl finanziell als auch zeitlich. Damit Du verstehst, was 300 Euro in der Stunde am Ende bedeuten, möchte ich das für Dich Schritt für Schritt aufspalten. Und wohlgemerkt: Ich verrechne nur die reine Spielzeit.

Das ist verdammt viel Geld für ein bisschen Prostitution!

Ich bezahle Steuern und Sozialversicherung. Ich bin Einzelunternehmerin und überschreite sämtliche steuerlichen Grenzen, die so ein Einkommen attraktiv machen könnten. Das heißt beispielsweise, dass ich nicht nur Einkommens- sondern auch Umsatzsteuer zahle. Würde ich unter diesen Grenzen bleiben, könnte ich von meinen Einnahmen nicht leben.

Aber Du machst mehr Umsatz – Du kannst pro Woche doch viel mehr Termine machen!

Nein, kann ich nicht. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die Terminwünsche der Gäste oft nicht möglich sind. Es geht eben nur einer auf einmal und maximal drei am Tag. Mehr schaffe ich nicht, weder emotional noch körperlich, da meine Tätigkeit extrem fordernd ist.

Ich möchte meinen Gästen eine frische, starke und präsente Domina sein. Das geht nicht 12 Stunden am Stück.

Oft brauche ich auch dazwischen einen oder mehrere Tage, um runter zu kommen und das Erlebte abzuschütteln.

Ich gehe mit mir selbst achtsam um, damit ich das mit Dir auch kann.

Andere Dominas verlangen aber nur 250 Euro

Ja, das ist korrekt und ein berechtigter Einwand. 250 Euro scheint der marktübliche Preis zu sein. Allerdings verlangen manche auch für die zweite Stunde 250 Euro, ich aber nur 200. Somit wären wir also wieder beim Gleichen. Ich trage mit dieser Preisgestaltung dem hohen Einmalaufwand Rechnung, der für eine Session notwendig ist.

Ich gestalte meine Preise so, wie sich meine Kostenstruktur bei mehr gebuchten Stunden entwickelt. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.

Außerdem – was nichts kostet, ist nichts wert. Und das möchte ich von dieser Dienstleistung niemals behaupten. Hier auch ein kleiner Appell an meine Berufskolleginnen: Mädels, Ihr seid zu billig für das, was Ihr alles bietet!

Es braucht verdammt viel Zeit

Eine Stunde Spaß für Dich bedeutet im Schnitt drei Stunden Arbeit für mich. Eine Session beginnt mit der ersten Kontaktaufnahme. Ich rede mit Dir am Telefon, gerne auch ausführlicher, wenn Du das brauchst und viele Fragen hast.

Mir ist es wichtig, dass Du das Gefühl hast, bei mir gut aufgehoben zu sein.

Mit besonders sympathischen Anwärtern plaudere ich auch gerne mal länger über Gott und die Welt (und BDSM).

Vor der Session muss ich mich herrichten – schminken, anziehen, Materialien bereitlegen, den Raum vorbereiten und mir einen groben Plan für die Session ausdenken (ok, oft kommt es anders…). Dann mache ich ein ausführliches Vorgespräch und Du gehst Dich frisch machen. Die Session dauert dann eine Stunde. Danach kannst Du nochmal duschen und wir plaudern noch ein bisschen.

Ich verbringe also – je nach Ausgangslage – mit dem ersten telefonischen Kontakt eine Stunde für Vorbereitungen, zwei Stunden mit Dir und hinterher noch eine halbe Stunde um aufzuräumen und alles zu reinigen (inklusive mich selber). Nach Adam Riese sind das dreieinhalb Stunden.

Wenn ich schnell bin, sind es nur drei. Ich nehme an, Du verfügst über die notwendigen mathematischen Kenntnisse, um 300 durch drei zu teilen. Fast jeder Klempner in meiner Umgebung verlangt 120 Euro in der Stunde, ohne Material. Das sollte zu denken geben.

Es braucht ziemlich viel Zeugs

Ich gebe pro Monat mehrere hundert Euro für Bekleidung, Körperpflege, und Materialien aus. Das ist aber nur der laufende Betrieb. Die Anfangsinvestitionen, bis die Basics mal da sind, belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Die anderen Kosten wie Raummiete, Werbung, Steuerberater, Auto, Parkgebühren, etc. sind noch nicht berücksichtigt. Ja, ich verlange ich für Haus- und Hotelbesuche den gleichen Betrag und kann das auch gerne begründen – das Risiko ist größer, ich brauche mehr eigenes Material und ich muss mich „decken“ lassen.

Ich muss mich weiterbilden, damit ich immer neue Techniken anwenden kann und regelmäßig meine Erste Hilfe Kenntnisse auffrischen. Einmal im Monat begebe ich mich in Supervision, damit ich nicht langsam meine eigene Substanz zu Markte trage. Diese Zeit zahlt mir niemand. Ich muss Dinge ersetzen und neu anschaffen und brauche viel Verbrauchsmaterial, um höchste hygienische Standards zu erfüllen. Und ich muss alle zwei bis drei Wochen einen halben bis einen ganzen Tag im Kosmetiksalon einschieben. Schließlich möchtest du zarte Füße küssen und keine Hornhautstelzen.

So sieht es aus.

300 Euro pro Stunde ist eine Menge Geld, aber reich werde ich damit nicht. Wenn ich einen ordentlichen Job mache und gut auf mich aufpasse, kann ich aber solide verdienen, jede Menge Spaß haben und Dein und mein Leben etwas entspannter und besser machen. Und das ist der Grund, weshalb ich das alles tue.

Der perfekte Sklave – eine Mär? Ich denke nicht. Es ist doch gar nicht so schwer. Mit Höflichkeit und gesundem Menschenverstand bist Du schon ganz weit vorne.

Eine devote oder masochistische Ader schadet natürlich auch nicht.

Ich weiß schon, zuweilen fällt es Dir schwer, Deine überschäumende Fantasie im Zaum zu halten, obwohl wir gar noch nicht angefangen haben. Deshalb landest Du letztendlich bei mir. Dennoch empfehle ich Dir, Dich Deiner Kinderstube und der Regeln des guten Umgangs miteinander zu entsinnen, bevor Du mich kontaktierst.

Versuch einfach der Mensch zu sein, dem Du selbst gerne begegnen würdest und alles ist gut.

Ich erwarte von Dir Respekt, Zuverlässigkeit, Diskretion und die Fähigkeit, Deine Wünsche zu formulieren. Wenn Dir das nicht sofort gelingt, werde ich mein Bestes tun, Dir dabei zu helfen, Deine Fantasien zu konkretisieren oder Dich vorzutasten. Oft ist es schwer, die Ungeheuerlichkeiten, die einem so im Kopf rumschwirren, auch zu verbalisieren. Die Angst, das Gegenüber könnte einen verspotten oder ablehnen, ist allgegenwärtig. Ich werde versuchen, Dir diese Angst zu nehmen, so dass wir gemeinsam schauen können, wie wir Deine Fantasie umsetzen. Meine Aufgabe ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der es Dir leicht fällt, Dich zu öffnen. Je besser wir kommunizieren, desto besser wird Dein Erlebnis mit mir.

Die Gleiche Forderung gilt natürlich für mich. Ich werde Dir klar sagen, was ich tun kann und will und was nicht. Im schlechtesten Fall führt das dazu, dass sich unsere Wege trennen, bevor wir angefangen haben. Im Besten dazu, dass Deine Erwartungen damit übereinstimmen, was ich tatsächlich leisten kann. Ich bin nicht der Typ, der gerne das Blaue vom Himmel herunterverspricht, nur um einmal ein paar Euro zu verdienen. Mein Interesse konzentriert sich auf nachhaltige Beziehungen zu meinen Gästen, weil das einfach mehr Spaß macht.

imagecredits: bdsmromance.com

Aus meinen Gesprächen weiß ich, dass Diskretion immer ein heikles Thema ist und dass es dazu ganz viele Ängste von Gästen gibt. Ich bin immer noch überrascht (bis hin zu beleidigt), wenn mir unterstellt wird, ich könnte vielleicht indiskret sein. Da reicht dann auch das Argument nicht, dass das mein berufliches Aus wäre. Deshalb hier ein paar Gedanken dazu.

Die Informationen, die ich von Dir habe, werde ich immer vertraulich und diskret behandeln

Mir ist klar, dass Du mir Deine intimsten Geheimnisse anvertraust und Dich an niemand anderen wenden kannst. Meistens lebst Du in einer funktionierenden Beziehung, wo eben nur eine kleine Sache fehlt. Und deshalb kommst Du zu mir. Für dieses Vertrauen bin ich dankbar und werde es nicht missbrauchen.

Es bereitet mir eine diebische Freude, Dinge zu wissen, zu denen nur die wenigsten Menschen Zugang haben.

Deine intimsten Wünsche zu kennen ist Teil meines Kicks. Ich sehe es als eine Form der Anerkennung. Und die gehört nur mir.

Wenn Du zu mir kommst, biete ich Dir einen geschützten Raum für alle Emotionen, die Du sonst aus persönlichen oder sozialen Gründen nicht erleben kannst oder darfst. Die Menschen, mit denen ich gegebenenfalls zusammenarbeite um Deine Fantasien zu erfüllen, genießen mein uneingeschränktes Vertrauen. Ich prüfe sehr genau, mit wem ich kooperiere. Im Zweifelsfall werde ich Dich mit Maske und anderen Mitteln unkenntlich machen.

Ich habe kein Interesse daran, Dein Privatleben zu stören – das würde bedeuten, dass ich Dich als Gast verliere und wenn es öffentlich wird, auch alle anderen. Diskretion ist meine Lebensgrundlage. Natürlich gebe ich manchmal Anekdoten zum Besten, es wird allerdings niemals Dein Name fallen oder andere Informationen, die Deine Intimsphäre als Person verletzen. In den seltensten Fällen werde ich Dich aktiv kontaktieren – nur dann, wenn ich das Gefühl habe, eine wichtige Information für Dich zu haben, einen Termin absagen muss und/oder Du es mir ausdrücklich erlaubt hast. Ansonsten fristen Deine Kontaktdaten bei mir eine passive Existenz.

Wenn wir uns auf der Straße per Zufall begegnen, werde ich Dich nur dann grüßen, wenn Du es zuerst tust oder ich Dich so gut kenne, dass ich weiß, dass es keine Probleme macht. Wenn Du mich telefonisch kontaktierst und ich schaffe es, Dich innerhalb von fünf Minuten zurückzurufen, werde ich es tun. Ist diese Frist überschritten, schreibe ich Dir eine Nachricht mit der Frage, wann ich zurückrufen darf. Diese Nachrichten werden niemals diffamierende Inhalte oder meinen Namen enthalten. Um das zu verhindern, kontaktiere mich am besten gleich per SMS oder WhatsApp, so kann die Kommunikation deutlich diskreter stattfinden. Auch ich kann übrigens nicht immer gleich sprechen oder schreiben – ich fände es ziemlich entblößend, wenn meine Billakassiererin davon erfahren würde, was ich so treibe.

Ich erwarte also genauso Diskretion von Dir und das betrifft nicht nur meine Person; wenn ich zum Beispiel merke, dass Du Dich über Berufsgenossinnen (ob ich sie kenne oder nicht) abfällig äußerst, muss ich davon ausgehen, dass Du das Gleiche bei anderen mit mir machst. Das ist nicht schön. Oft ist es auch eine Frage der Formulierung – Kritik darf, sachlich formuliert, natürlich durchaus angebracht oder weiter getragen werden, so dass ich lerne, welche Deiner Erfahrungen besonders einprägsam waren und was besser gemacht werden kann. Dann nenne aber keine Namen, das ist eleganter.

Bitte lies in diesem Zusammenhang auch meine Datenschutzerklärung. Sie ist einfach und klar formuliert, so dass keine Fragen offen bleiben. Wenn Du doch noch welche hast, beantworte ich Sie Dir gerne.

Manche Gäste sind (positiv) überrascht, dass ich sie bei der ersten Kontaktaufnahme sieze. Ich halte das für eine Selbstverständlichkeit, so lange wir uns nicht persönlich kennen. Ich werde Dich beim ersten Kontakt auch siezen, wenn Du mich duzt, aus Prinzip. Obwohl ich mit der Zeit die umgekehrte Variante naturgemäß eleganter finde.

Auf meiner Webseite verwende ich in meinen Texten das „Du“, weil es im WWW üblicher ist und weil ich denke, dass es so leichter ist, Dich ganz persönlich anzusprechen. Der Zugang zu meiner Person soll nicht durch unangebracht steife Sprache erschwert werden.

In dem Kontext, indem wir jedoch abseits des Internets aufeinander treffen, finde ich Respekt und Höflichkeit sowie halbwegs annehmbare Umgangsformen enorm wichtig.

Ich würde mich nicht von jemandem unterwerfen lassen wollen, der mir keinen Respekt entgegenbringt – Du etwa?

Zudem braucht man nach einer Session manchmal Trost und Geborgenheit. Diese beiden Dinge erfordern aber eben das Gefühl, respektiert zu werden und sich bei einer Person zu befinden, die sorgsam mit menschlichen Bedürfnissen umgeht.

Abseits einer Session sind wir zuerst einmal Menschen, die sich auf ganz normale Art und Weise begegnen dürfen. Ich finde dabei Humor wahnsinnig wichtig. Um einen guten Job zu machen, muss ich es aber schaffen, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Dazu gehört Respekt und in letzter Konsequenz eben das „Sie“ beim ersten Kontakt. Ob Du mich während der Session siezt oder duzt hängt von Deinem persönlichen Geschmack ab, ich bin da flexibel. Schöner finde ich es aber, wenn Du mich weiterhin siezt, weil es eines der vielen kleinen Symbole des Machtgefälles ist, das wir gemeinsam erleben werden. Und manchmal werde ich Dich einfach dazu zwingen.